Lukáš Kania
Obwohl Lukáš Kania seit Langem in Prag wirkt, ist sein Verhältnis zu Raum und Landschaft von der Erfahrung der nordmährischen Region geprägt, aus der er stammt. Ein Umfeld, das von einer industriellen Vergangenheit, der Wandelbarkeit der Landschaft und der Durchdringung verschiedener kultureller Einflüsse gezeichnet ist, wurde zu einem der Ausgangspunkte seines Nachdenkens über das Bild als Ort der Ungewissheit. In seinem Werk schafft er scheinbar vertraute Raumsituationen, die sich bei längerer Betrachtung von der gewohnten Erfahrung zu entfernen beginnen. Horizonte treten auseinander, Raumschichten überlagern sich, und die feinen Farbübergänge werden durch winzige Abweichungen gestört, die wie unauffällige „Fehler“ in der Struktur der Wirklichkeit selbst wirken.
Den Künstler interessieren seit Langem jene Augenblicke, in denen unser Vertrauen in die Stabilität der Welt zu zerfallen beginnt. Der Raum in seinen Bildern ist keine feste Kulisse, sondern ein wandelbares Feld, in dem die Logik aufhört, selbstverständlich zu sein. Feine Perspektivverschiebungen, unklare Beziehungen zwischen den einzelnen Bildebenen oder die Störung räumlicher Bezüge erzeugen das Gefühl, wir blickten auf eine Wirklichkeit, die geringfügig „gehackt“ und nach anderen Regeln neu geschrieben wurde. In neueren Arbeiten entwickelt der Künstler dieses Prinzip durch paradoxe Situationen weiter, in denen sich grundlegende physikalische Beziehungen widersprechen – etwa die Position der Lichtquelle und des Schlagschattens.
Diese Bilder gehen nicht allein aus visueller Erfahrung hervor, sondern auch aus philosophischen Fragen, die mit dem Wesen von Zeit und Wirklichkeit verbunden sind. Anregungen lassen sich bei Denkern wie Henri Bergson oder John Ellis McTaggart finden, die gängige Vorstellungen von linearer Zeit und objektiver Realität infrage stellten. Kanias Gemälde werden so zu visuellen Experimenten, in denen Zeit, Raum und die eigene Identität dem Zweifel ausgesetzt sind. Es geht nicht darum, Antworten zu suchen, sondern Situationen zu schaffen, die den Betrachter zu der Frage führen, ob er sich tatsächlich in einer fest gefügten Wirklichkeit bewegt oder ob alles, was er für selbstverständlich hält, nur eine Konstruktion des Bewusstseins ist. Die Horizonte in seinen Bildern bleiben daher offen und entfernen sich immer weiter.
Den Künstler interessieren seit Langem jene Augenblicke, in denen unser Vertrauen in die Stabilität der Welt zu zerfallen beginnt. Der Raum in seinen Bildern ist keine feste Kulisse, sondern ein wandelbares Feld, in dem die Logik aufhört, selbstverständlich zu sein. Feine Perspektivverschiebungen, unklare Beziehungen zwischen den einzelnen Bildebenen oder die Störung räumlicher Bezüge erzeugen das Gefühl, wir blickten auf eine Wirklichkeit, die geringfügig „gehackt“ und nach anderen Regeln neu geschrieben wurde. In neueren Arbeiten entwickelt der Künstler dieses Prinzip durch paradoxe Situationen weiter, in denen sich grundlegende physikalische Beziehungen widersprechen – etwa die Position der Lichtquelle und des Schlagschattens.
Diese Bilder gehen nicht allein aus visueller Erfahrung hervor, sondern auch aus philosophischen Fragen, die mit dem Wesen von Zeit und Wirklichkeit verbunden sind. Anregungen lassen sich bei Denkern wie Henri Bergson oder John Ellis McTaggart finden, die gängige Vorstellungen von linearer Zeit und objektiver Realität infrage stellten. Kanias Gemälde werden so zu visuellen Experimenten, in denen Zeit, Raum und die eigene Identität dem Zweifel ausgesetzt sind. Es geht nicht darum, Antworten zu suchen, sondern Situationen zu schaffen, die den Betrachter zu der Frage führen, ob er sich tatsächlich in einer fest gefügten Wirklichkeit bewegt oder ob alles, was er für selbstverständlich hält, nur eine Konstruktion des Bewusstseins ist. Die Horizonte in seinen Bildern bleiben daher offen und entfernen sich immer weiter.
Profil erstellt 3. Juni 2026
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